こんにちは!
In diesem ersten Wort könnt ihr fünf Hiragana-Zeichen sehen. Es heißt Konnichiwa und bedeutet ‚Hallo‘ oder ‚Guten Tag‘ auf Japanisch. In Katakana würde das so aussehen (aber keinen Sinn machen, da es ein japanisches Wort ist und keine ausländischen Wurzeln hat): コンニチワ!
Letzte Woche haben wir mit Hiragana und Katakana abgeschlossen. Diese Woche muss ich sie nun können. Mit dem Hiragana geht’s ganz gut. Bei dem Katakana muss ich manchmal noch eine ganze Weile überlegen, aber kann es im Großen und ganzen auch. Jetzt muss ich dafür ca. alle zwei Tage 50 Vokabeln lernen – natürlich auch schreiben. Diese Woche fangen wir auch mit den Kanji, den chinesischen Zeichen, an. Es geht also voran beim Sprachenlernen.

Morgen gibt es außerdem ein Treffen von deutschsprachigen Austauschstudierenden. Die Ritsumeikan University möchte den Austausch der deutschen Sprache fördern und Events anbieten, so wie zum Beispiel Filme gucken. Morgen werde ich dazu mehr erfahren. Außerdem habe ich mich mal auf eine Liste für Tandem-Partner setzen lassen. Das heißt also, dass mir vielleicht ein japanischer Studierender zugeteilt wird, der schon gut Deutsch und mit mir üben kann und ich mit ihm/ihr/* Japanisch.
Abgesehen von Japanisch, gab es noch ein Angebot von einem Amerikaner aus meinem Wohnheim und meiner Klasse von ihm Unterricht in weiteren Sprachen zu erhalten: Programmiersprachen. Ich habe mich dafür sofort gemeldet und bin anscheinend die einzige geblieben, die weiterhin mit ihm deswegen in Kontakt geblieben ist. Er möchte das später wohl beruflich machen, deswegen ist es eine gute Übung für ihn und ich kriege gratis Programmierunterricht. Heute haben wir uns zum ersten Mal getroffen. Es klingt (zumindest nach dem ersten Treffen) sehr zeitintensiv, aber nach allem wonach ich in Deutschland immer gesucht habe, aber unfähig war zu finden: Sein Unterricht ist besteht eigentlich nur aus Learning-by-Doing. Es wird bis Ende Januar drei Projekte geben, die ich bearbeiten soll. Die ersten beiden Projekte werden in mehrere kleine Aufgaben aufgeteilt und wir werden uns einmal in der Woche treffen, um diese Hausaufgaben und meine Lösungen durchzusprechen. Das erste Projekt ist meine eigene Webseite zu bauen. Also schon mal sehr nützlich! Ich freu mich grade noch total, aber mal sehen wie ich die Sache sehe, wenn ich merke wie viel Zeitaufwand das bedeutet. Ben, mein „Tutor“, meinte ca. sechs Stunden pro Woche. Ich hoffe also, dass ich alles schaffe und etwas mitnehmen kann.

Ansonsten sind wir gestern noch einmal nach Arashiyama gefahren. Diesmal aber nicht zum Bambuswald, sondern auf einen Affenberg! Statt Rehe konnten wir also diesmal Affen bestaunen und füttern. Es gab sogar mehrere Babyaffen! Sie waren total süß, besonders, wenn sie sich gegenseitig entlausten. Allerdings hörte unsere Sympathie auf sobald sie sich laut schreiend jagten und durch die Menschenmengen rannten. Man wollte und sollte natürlich keinem Affen zu nah kommen. Das war aber manchmal gar nicht so einfach, wenn ein Affe Futterneid auf den anderen hatte und nicht weit von einem entfernt vorbeiraste. Füttern durfte man sie nur von einem kleinen Häuschen aus. Außerhalb von diesem, durfte man kein Essen haben. Vermutlich würde man das auch nicht wollen, wenn auf einmal alle Affen zu einem gerannt kommen…
Da wir auf einem Berg waren, hatte man auch einen wunderschönen Blick auf Kyōto. Trotz der Höhe war der Anstieg sehr sachte und nicht sehr anstrengend (außer für die Amerikaner in unserer Gruppe). Ist auch nicht sehr teuer. Theoretisch hätte ich nicht mal etwas bezahlen müssen, das wir von unserer Uni eine Karte bekommen haben, mit der wir in viele Sehenswürdigkeiten umsonst reinkommen. Leider habe ich aber a) vergessen, dass ich die habe und b) sollte sie eigentlich nur im Januar und Februar gültig sein. Die Amerikaner kamen aber umsonst rein. Nächstes Mal denke ich hoffentlich dran.

Am Fuße des Affenberges 
Die einzige „steile“ Treppe hoch 
Blick auf Kyōto
Nachdem wir wieder vom Affenberg runter waren, haben wir Mittag gegessen. Ein Text im Menü wies darauf hin, dass es hier keine vegetarischen Gerichte gibt. Wie war es auch anders zu erwarten… Nach dem Essen setzten wir uns noch eine Weile in die Sonne und an den Fluss und gönnten uns danach noch ein Dessert. Damit war unser kleiner Ausflug schon wieder vorbei.

Nichts für Vegetarier 


Arashiyama
Jetzt bin ich gespannt auf die nächste Woche und hoffe, dass ich die neuen Vokabeln gut genug kann.
Liebe Grüße,
Jule










