Liebe alle,
diese Woche gibt es nicht viel zu berichten, außer dass endlich die Uni angefangen hat! Auf einmal ist der Campus voll – und vor allem auch die Mensa. Immerhin hat man eine ganze Stunde Mittagspause. In der Zeit schafft man es schon sich etwas zu Essen zu besorgen, aber es ist, aufgrund der vielen Menschen, mit viel Stress verbunden. Dafür haben die ganzen anderen Mensen jetzt auch aufgemacht. Bisher waren wir aber nur in der Üblichen und ich habe mir einmal eine „Bentobox“ (so eine Art japanische BrotReisbüchse) von einer netten Frau auf dem Campus gekauft. Eigentlich war es nur eine Art Tablet mit Reis, verschiedenen Fleisch- und Fischsorten. Manches hat echt merkwürdig geschmeckt und ein Fischstück hatte total viele Greten. Ich würde gerne nächste Woche ein paar der anderen Essensangebote testen, aber bisher scheint die erste Mensa auch die beste zu sein.
Ich hatte bisher zwei „Verständnis“-Kurse und einen Sprechen-&-Hören-Kurs. In ersterem haben wir uns mit Hiragana beschäftigt. Das ist eins von drei japanischen Alphabeten. Das Hiragana enthält 46 Zeichen. Zusätzlich kann man an 20 dieser Zeichen noch zwei Striche malen, wodurch sich der Laut ändert. Das Gleiche geht noch einmal mit einem kleinen Kreis für fünf der sechsundvierzig Zeichen. Nächste Woche schreiben wir einen Test zu dem Hiragana. Danach folgen die Katakana (noch einmal genauso viele Zeichen), die dann auch kurze Zeit später getestet werden. Ist eben ein Intensivkurs. Ähnliches bin ich auch schon von einem Chinesisch-Kurs gewöhnt, den ich mal an der HU gemacht habe. Gut, dass ich die Hiragana schon mal irgendwann konnte und ich diese Informationen nur aus meinem Gedächtnis hervorgraben muss.

Ritsumeikan im Dunkeln 
…und die Bib
Morgen heißt es aber trotzdem lernen, weil alle habe ich noch nicht drauf. Außerdem muss ich auch das üben was wir im Sprech-&-Hör-Kurs hatten. Eigentlich wollte ich heute auch noch was machen, aber ich bin grade ziemlich müde. Erst habe ich ein bisschen gearbeitet und dann sind wir nach Gion gefahren. Gion ist das traditionelle bzw. das Geisha-Viertel von Kyōto. Gesehen haben wir aber leider keine. Habe ich aber auch nicht erwartet. Unser Aufenthalt bestand hauptsächlich darin sich mit einer großen Menschenmasse durch die Gassen treiben zu lassen. Allerdings soll es heute angeblich noch relativ leer gewesen sein.


Später durfte ich den Hund streicheln 



Echte japanische Werbung 

Ansonsten ist nicht viel passiert, aber ich halte euch
natürlich weiterhin auf dem Laufenden. Alles Gute euch,
Jule





